Geschichte

In den 1950er Jahren war es technisch machbar, die Leistungsfähigkeit von Bahndieselmotoren zu steigern, so dass einer Entwicklung einer einmotorigen Diesellokomotive nichts mehr im Wege stand. Lediglich bei der Zugheizung musste man noch auf die übliche Dampfheizung zurückgreifen, da es für die elektrische Heizung von Reisezugwagen noch keine Technik gab, die man in einer Diesellokomotive einsetzen konnte. 

Die Entwicklung der Baureihe 216 (bis 1968: V160) nahm somit Ihren Lauf und 1960 wurden 10 Vorserienmaschinen ausgeliefert. Von 1964 bis 1968 folgte dann die Serienlieferung von weiteren 214 Lokomotiven. 

Die folgenden Jahrzehnte war die Baureihe 216 ein vertrautes Bild im mittelschwerem Zugdienst. 

Bereits Anfang der 1980er Jahre wurden die Vorserienmaschinen abgestellt, die Abstellung der Serienmaschinen erfolgte ab 1993. Die letzten Serienmaschinen wurde im Jahr 2004 abgestellt. 

Unsere 216 221-2 wurde 1968 als Maschine der 5. Bauserie bei Krupp in Essen erbaut. Die Abnahme erfolgte am 27.11.1968 und die Lok wurde zunächst im Bw Gelsenkirchen-Bismarck beheimatet. 1975 erfolgte die Umbeheimatung nach Kassel und 1991 nach Gießen, wo sie 2001 ausgemustert wurde. Nach Ihrer Ausmusterung wurde sie dem Verkehrsmuseum Nürnberg übergeben, unter dessen Obhut sie in Neumünster stand. 

Im Juni 2015 haben wir die 216 221-2 als Dauerleihgabe übernommen. Sie ist im Moment nicht einsatzfähig. Über eine betriebsfähige Aufarbeitung kann noch keine Aussage getroffen werden.

 

Stationierungen

1968 - 1975 Bw Gelsenkirchen-Bismarck
1975 - 1991 Bw Kassel
1991 - 2001 Bw Gießen

 

Technische Daten

Länge über Puffer: 16.000 mm
Drehgestellachsstand: 2.800 mm
Gesamtradstand: 11.400 mm
Dienstmasse: 76,7 t
Radsatzfahrmasse: 19,2 t
Höchstgeschwindigkeit:

Schnellgang: 120 km/h


Langsamgang: 80 km/h

Installierte Leistung: 1.400 kW
Anfahrzugkraft: 240 / 170 kN
Treibraddurchmesser: 1.000 mm
Leistungsübertragung: hydraulisch
Tankinhalt: 2.700 l
Bremse: Druckluftbremse KE-GPP²mZ
Zugheizung: Dampf